
Erhard Theodor Astler
Deutscher Maler, Graphiker, Zeichner. 1914 Böhmisch Leipa – 1998 Isny/Allgäu.
Studierte: Staatl. Glasfachschule Haida/Böhmen (Glasmalerei). Gebrauchsgraphik bei Prof. Benda an der Kunstgewerbeschule Prag. ABK Prag bei Heinrich Hönich (Graphik). Erhielt 1936 als Meisterschüler den 2. Akademiepreis, 1937 den 1. Akademiepreis. Die Prager Staatsgalerie erwarb 8 Arbeiten.
1942 schwere Kriegsverwundung (Flugzeugabsturz), mehrere Operationen an beiden Armen. 1943 Rückkehr nach Prag. Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. 1944 Lehrbeauftragter an der Kunstgewerbeschule Prag. Leiter der Spezialschule für angewandte Malerei.
1947 Übersiedlung in die Gegend von Würzburg/Kissingen. Freiberuflicher Maler und Graphiker, Lehrer an der Volkshochschule. Mitglied der Künstlergilde e.V. Esslingen. 1948 erste Kollektivausstellung in den Räumen des Holzner-Verlages. Ab 1950 in Hadamar bei Limburg/Lahn ansässig. Lehrbeauftragter an der Staatl. Glasfachschule.
Studienreisen in fast alle europäischen Länder, in den Mittelmeerraum und nach Westafrika. 1970 VdK-Kunstpreis mit Goldmedaille, 1971 Förderpreis des Kulturpreises für bildende Kunst. 1975 Einladung englischer Architekten zu längerem Studienaufenthalt nach Nassau/Bahamas und auf einige Karibik-Inseln. 1979 Einladung des Ancilla College in Donaldson/USA, Aufenthalt in Indiana und Chicago.
1980 Übersiedlung von Limburg nach Isny. Vom spätimpressionistischen Akademismus kommend fand Astler nach 1945 zunehmend expressivere, betont graphisch strukturierte Ausdrucksmöglichkeiten in speziellen Mischtechniken. Astlers Oeuvre umfaßt u.a. Darstellungen von Landschaften, Architektur und Menschen seiner Heimat sowie eindrucksvolle Studienblätter und Skizzen von seinen ausgedehnten Reisen.